Dienstag, 23. September 2008

Kauf es, nutz es... nee, geht nur auf Englisch.

Buy it, use it, break it, fix it,
Trash it, change it, mail - upgrade it,
Charge it, point it, zoom it, press it,
Snap it, work it, quick - erase it,
Write it, cut it, paste it, save it,
Load it, check it, quick - rewrite it,
Plug it, play it, burn it, rip it,
Drag and drop it, zip - unzip it,
Lock it, fill it, call it, find it,
View it, code it, jam - unlock it,
Surf it, scroll it, pause it, click it,
Cross it, crack it, switch - update it,
Name it, rate it, tune it, print it,
Scan it, send it, fax - rename it,
Touch it, bring it, Pay it, watch it,
Turn it, leave it, start - format it.

Technologic. Technologic. Technologic. Technologic.

Diese Autowerbung (die Marke hab ich schon wieder resettet, hab nur im Hintergrund das Lied gehört) hat mich wieder dran erinnert, wie geil das Lied eigentlich ist und wie cool die Platte. Auch wenn Daft Punk nach meinem Geschmack nicht an die Chemical Brothers rankommen, find ich sie trotzdem verdammt genial. "Alive 2007" ist ein absoluter Kauftipp für Freunde der elektronischen Musik.

Außerdem fühl ich mich bei dem Song immer so an meine tägliche Arbeit am Computer erinnert... :-\

Park Award

Der geht heute an diesen Weltklasse-Parker:


Es war übrigens ein Mann. Und drumherum waren noch jede Menge Parkplätze frei. Und nein, er hat nicht nur kurz was abgeholt, er hat ca. 2 Std. da geparkt.

Sonntag, 21. September 2008

Monsterhouse

Schon mal von der eigenen Küche ausgesperrt worden? Keine Ahnung, was wir ihr getan haben. Vielleicht ist sie sauer, weil sie in letzter Zeit nicht so oft genutzt, geschweige denn geputzt wurde. Bis vor einer Woche hatten wir da drei Wochen lang nach einem Wasserschaden ein Trocknungsgerät stehen, was, auch aufgrund diverser Schläuche, die von der Küche aus in die halbe Wohnung reichten, den Gebrauch der Küche erheblich eingeschränkt hat. Die Küche ist eben auch leider nicht so groß. Vielleicht wollte sie uns auch nur sagen, dass die Besteckschublade mal wieder dringend aufgeräumt werden müsste.

Halb zehn abends in Deutschland. Frau Schmidt und ihr Liebster packen begeistert die Errungenschaften der vorangegangenen Shoppingtour aus und wollen die 1001 Schildchen an den Klamotten abschneiden. Dazu holt der Liebste die Schere aus besagter Besteckschublade. Er schließt die Tür, da die echte Frau Schmidt super gerne über den immer noch fehlenden Sockelblenden in der Küche am Rauputz knabbert. Nach dem Abtrennen der Schildchen will er die Schere wieder zurücklegen und - die Tür geht nicht mehr auf.

Die Schublade muss nach dem Schließen der Tür irgendwie aufgegangen sein. Das ist noch nie passiert, da die Schublade eigentlich ganz gut schließt und auch nicht von alleine aufgeht. Dazu kommt noch diese "Einzugtechnik", die die Schublade das letzte Stück automatisch reinrutschen lässt.

Jedenfalls steht Familie Schmidt nun ratlos vor der Tür, die sich noch etwa 2 mm öffnen lässt. Durch festes Drücken lässt sich zwar die Tür etwa drei bis fünf Zentimeter öffnen, aber dadurch steht die Schublade unter Spannung und man kann sie nicht reindrücken. Also bleibt nur, in bester L.A.P.D.-Manier die Tür einzurennen. Wobei die echte Frau Schmidt übrigens auch mitmacht. Dass es für ein Kaninchen nicht gerade ungefährlich ist, zwischen den Beinen eines Mannes durchzuschlüpfen, der gerade eine Tür einrennt, scheint sie nicht gewusst zu haben. Ist zum Glück nix passiert.

Die Schublade ist rausgebrochen, aber zum Glück, genau wie die Tür, unversehrt. Wir mussten nur die Führungsschiene wieder anschrauben. OK, Wink is angekommen. Schublade wird demnächst aufgeräumt und die Küche geputzt.

So hat das Ganze dann von innen ausgesehen...

Samstag, 20. September 2008

Ich hab nur was im Auge...

Was ich mir gar nicht ankucken kann, das sind Liebesfilme. Da muss ich weinen, aber vor Verzweifelung! Da tut mir mein Gehirn weh, das ist Folter, genau wie Volksmusik oder Fasching. Bereitet mir körperliche Schmerzen. Vor allem, wenns dann noch so ein klassischer amerikanischer Liebesfilm ist wie "E-Mail für dich" oder sowas. Waahhhhh!

Aber. Es gibt bisher genau zwei Ausnahmen. Die sind anders. Vor allem spielen hier großartige Schauspieler. Bevor ich jetzt das Rad neu erfinde, poste ich einfach die jeweilige Amazon-Rezension. Über den neuen Batman diskutiert ja jeder, da kann ich ruhig auch mal ein paar ganz andere Filme unter die Lupe nehmen.

Lost in Translation
Wie in einem angenehmen Traum umgibt Sofia Coppolas Lost in Translation den Zuschauer mit einer Aura aus fantastischem Licht, stimmungsvoller Geräuschkulisse, faszinierender Liebe und einem Gefühl von Déjà-Vu, selbst wenn man noch nie jene neonbeleuchtete Version von Tokio besucht hat.
Genauso ergeht es auch Bob Harris. Der etwa 50-jährige Schauspieler hat einen lukrativen Vertrag für eine Whiskey-Werbekampagne unterschrieben, anstatt etwas Gutes für seine Karriere oder seine weit von ihm entfernte Familie zu tun. Nachdem er Probleme mit dem Jetlag und seinem japanisch sprechenden Regisseur hat und sich in der Großstadt nicht zurechtfindet, freundet er sich mit der 25-jährigen verheirateten, aber unter Liebeskummer leidenden Charlotte an, die mit enormer Gelassenheit von der 18-jährigen Scarlett Johansson verkörpert wird. Selbst bevor sie von ihrem Ehemann, einem Fotografen, beinahe verlassen wird, fühlt sie sich ebenso wie Harris verloren, wobei ihr zudem noch ihre Jugend im Wege steht.

Wie Charlotte und Bill ihre Seelenverwandtschaft entdecken wird man als Zuschauer noch über Jahre hinweg in Erinnerung behalten. Der Film unter der Regie von Sofia Coppola (The Virgin Suicides) besticht mehr durch seine Atmosphäre als das Drehbuch: Wir wirbeln durch Tokioter Partys, Karaoke-Bars und das seltsame Nachtleben, bis wir immer in dem unmöglich edlen Hotel landen, wo die beiden abgestiegen sind. Die Anflüge bittersüßer Einsamkeit von Bill und Charlotte werden klug und romantisch behandelt, aber anders als in modernen Filmen aus Hollywoodstudios handelt es sich hierbei nicht um eine Hals-über-Kopf-Liebesromanze.

Sicher und beständig endet der Film in einem viel diskutierten Schlussakkord, der manche vielleicht ein wenig vor den Kopf stoßen wird, aber dennoch jene Filmliebhaber, die schon immer "Paris im Herzen trugen", mit einer neuen cineastischen Liebeserklärung belohnt. --Doug Thomas


Die Brücken am Fluss
Clint Eastwoods Bestseller-Adaption ist eine ruhige und angenehm unsentimentale Love Story zwischen zwei in die Jahre gekommenen Menschen, denen das Leben einiges schuldig geblieben ist. Eastwood meistert die ungewohnt gefühlsbetonte Rolle glänzend und Meryl Streep hat als Francesca den eindringlichsten Auftritt seit langem. Jeden kitschigen Ausfall vermeidend, zeigt der Film das realistische Bild einer großen, alles verändernden Liebe. -- VideoWoche


Obwohl ich nicht nah am Wasser gebaut bin, hat mich bei beiden Filmen der Schluss echt umhgehauen. Bei Lost In Translation der Abschied von Bob und Charlotte und bei Die Brücken am Fluss die Szene, in der Francesca im Auto neben ihrem Mann sitzt mit der Hand am Türgriff, vor der wichtigsten Entscheidung in ihrem Leben, für die sie nur wenige Sekunden Zeit hat.

Da kann ich nur sagen: ankucken. Unbedingt. Das ist kein schmalziges Popcornkino, in dem die Story immer die gleiche ist, sondern eine Meisterleistung der Regisseure Clint Eastwood und Sofia Coppola.

Freitag, 19. September 2008

Ich piek dich bis du blutest

Gerade haben wir einem Arbeitskollegen, der am Montag operiert wird (die Mandeln werden entfernt) zur Einstimmung noch ein paar Schauergeschichten aus der kalten OP-Welt erzählt. Irgendwann kamen wir dann auch auf's Blutspenden usw. Da ist mir eine lustige Geschichte eingefallen.

Meine damalige Mitstudentin, ich nenne sie mal... Sandra, löl, die war ziemlich oft pleite. Nicht so richtig arm wie andere Studenten aber Kino und so war nicht immmer drin. Auf dem Weg in die Innenstadt sind wir immer an einem Plasmazentrum vorbeigelaufen und sie meinte irgendwann, das wär ja net gute Idee, fürs Rumsitzen Geld und was Süßes zu bekommen. Aber sie hatte soooo große Angst vor Nadeln und Blut und ob ich denn mitkommen würde. Ich hatte es dank meines Teilzeitjobs eigentlich nicht nötig, mag aber rumsitzen und Süßes und habe kein Problem mit Nadeln und Blut, also bin ich mit. Es gab immerhin 18 Euro für ca. 45 Min. rumsitzen.

Sandra musste immer wegkucken, wenn die Nadel, die zugegebenermaßen recht fett ist, eingeführt wurde und konnte auch den Schlauch nicht ankucken, der über ihren Schoß zur Maschine lief.
Nach Entnahme des Plasmas am dann eine nette Schwester und hat die Nadel entfernt. Dann musste mal erst mal ca. 1-2 Minuten ein bisschen Watte draufdrücken und danach kam dann ein Pflaster drauf. In der ganzen Zeit, in der wir dort waren, hab ich weder bei mir noch bei Sandra mehr als einen Tropfen Blut rausquellen sehen, bevor das Pflaster drauf kam.

Aber. Eines Tages. Ich sitze da mit dem Finger auf der Watte und kucke rüber zu Sandra, die gleich ihr Pflaster bekommt. Sie nimmt die Watte weg und... ungelogen, todernst, kein Witz: es spritzt eine Blutfontäne 30 cm hoch !!! ganz toll im Rhythmus des Herzens über Sandras Beine hinweg auf den Boden.

Nach dreimal Spritzen löst sich dann die Erstarrung der Schwester und sie presst Watte auf das ... Loch. Ich denke nur: "Cool, wie das spritzt, wie im Film" und sehe nur Sandras Gesicht, die käseweiß ist und auf die kleine, aber eindrucksvolle Blutlache auf dem Boden starrt. Aber: sie ist NICHT umgekippt, immerhin. Nur Plasma spenden waren wir danach nie wieder.